Klage gegen Hoechst aus Österreich
Blutspender aus Österreich, die sich mit der Krankheit Hepatitis C angesteckt haben, klagen vor dem Landgericht in Wien gegen den Frankfurter Hoechst Konzern und das Marburger Deutsche Grüne Kreuz, eine gemeinnützige Gesundheitsorganisation. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet, verlangen über 120 Schwerkranke oder Hinterbliebene mehr als 100 Millionen Schilling (umgerechnet: rund 14 Millionen Mark). In Österreich haben sich bei Blutspenden rund 5000 Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. In einem Musterprozess machen Spender nun geltend, dass verheerende hygienische Zustände bei der Blutabnahme zu den Infektionen geführt hätten. Die betroffene Wiener Firma Seroplas hat angekündigt, bei Erfolg der Klagen Konkurs zu müssen. Im Zuge der Durchgriffshaftung haben die Kranken deshalb Hoechst und das Grüne Kreuz, Gesellschafter von Seroplas, verklagt.