Anke Engelke kritisiert Politiker-Auftritte in Talkshows: "Ich bin hinterher nicht klüger als vorher" - DER SPIEGEL
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Anke Engelke kritisiert Politiker-Auftritte in Talkshows: "Ich bin hinterher nicht klüger als vorher"

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Anke Engelke sieht die Auftritte von Politikern in Talkshows kritisch. "Bei den meisten Politikerauftritten spüre ich doch, dass die nicht gekommen sind, um mir etwas klarerzumachen. Sie dreschen einfach ihre Meinung durch, und ich bin hinterher nicht klüger als vorher. Die wollen mich gar nicht erreichen. Dabei sollten Politiker eigentlich Menschen sein, die für etwas brennen", sagte sie dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Politik-Talkshows schaue sie deshalb "fast nicht. Nur Frank Plasberg, ab und zu". Bei den Kandidaten des ZDF-Politiker-Castings "Ich kann Kanzler!", bei dem sie Jurorin ist, hat sie "Anleihen von Politikergehabe" beobachtet. "Da war viel Phrasendrescherei und Kalkül dabei, auch unter den sechs Finalisten. Da spürte ich bei manchen schon so eine gewisse zur Schau getragene Entspanntheit, die eigentlich nur Blasiertheit sein kann. Auch bei 18-Jährigen. Schockierend." Von einigen Kandidaten sei sie allerdings "richtig begeistert". Zur Kritik an dem Format sagte Engelke: "Warum sind die Deutschen immer so misstrauisch, wenn etwas einen unterhaltsamen Anstrich bekommt? In Kanada ist das Format sehr erfolgreich. Hier war das Echo bisher nicht so wohlwollend. Vielleicht liegt es daran, dass die Deutschen lieber über Politik schimpfen, als sich mit ihr zu beschäftigen."