Piusbruderschaft will ihre umstrittenen Priesterweihen mit einer Open-Air-Messe nahe Regensburg zelebrieren
Nach Gesprächen im Vatikan will die Piusbruderschaft ihre in Deutschland umstrittenen Priesterweihen, größer als bisher geplant, mit einer Open-Air-Messe zelebrieren. Der oberste Chef der Traditionalisten, Bernard Fellay, wird aus der Schweizer Zentrale ins Seminar Zaitzkofen bei Regensburg anreisen, um die Weihe dreier Neupriester vorzunehmen. Weit über 1000 Pius-Anhänger werden dazu erwartet. Mehrere deutsche Bischöfe hatten zwar im Vorfeld dagegen protestiert, doch bei seinem Besuch im Vatikan am vorvergangenen Freitag hatte Fellay "keinerlei Signale bekommen, dass die Weihen gegen Kirchenrecht verstoßen würden". Die deutschen Bischöfe fühlen sich in der Auseinandersetzung mit der Piusbruderschaft ohnehin vom Vatikan im Stich gelassen. Sowohl der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller als auch der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen haben auf ihre Briefe an den Papst mit Fragen zum weiteren Umgang mit den Piusbrüdern keinerlei Antwort erhalten. Die Ursache: Im Vatikan wechseln erst in dieser Woche die Zuständigkeiten für die Bruderschaft dies war durch ein "Motu Proprio", einen Erlass Benedikts XVI. schon für den März angekündigt gewesen. "Wir befinden uns dadurch weiterhin in einer Grauzone", beklagt ein Mitarbeiter der Bischofskonferenz.