Wirtschaftsrat der CDU droht Ärger mit der Steuer
Der Führung des Wirtschaftsrats der CDU e. V. droht Ungemach auf dem für Dienstag terminierten Bundesdelegiertentreffen des Verbandes. Grund: eine E-Mail, die eine Mitarbeiterin des Landesverbandes Baden-Württemberg Anfang Mai an Carolin Zacharias, Geschäftsführerin für Marketing und Vertrieb in der Berliner Zentrale des Wirtschaftsrats schrieb. Darin heißt es: "Hallo Frau Zacharias, ich habe gerade mit Herrn I. telefoniert. Er hält es auch für die beste und einfachste Lösung, wenn wir die Provision über seine Frau abrechnen. Wenn wir dadurch die Kuh vom Eis bekommen, ist das ganz in meinem Sinne." Laut Erwin Lamberts, Sprecher der CDU-Vorfeldorganisation, handelte es sich bei dieser Kommunikation "lediglich" um einen "internen und unverbindlichen, kollegialen Gedankenaustausch", wie der Mann in die provisionsträchtige und "aktive Mitgliedergewinnung für den Wirtschaftsrat" eingebunden werden könne. Ein Mitglied des Bundesvorstands sieht den Fall etwas strenger: "Das ist die Aufforderung zu einer Steuerstraftat" was vor allem deshalb heikel wäre, weil steuerliche Unregelmäßigkeiten den Verband die Gemeinnützigkeit kosten können.