Jemen-Ermittler finden keine Spur der deutschen Familie - DER SPIEGEL
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Jemen-Ermittler finden keine Spur der deutschen Familie

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Im Fall der im Jemen verschleppten deutschen Familie schwindet die Hoffnung der Ermittler auf einen schnellen Fahndungserfolg. Auch die Festnahme von zwei jemenitischen Tatverdächtigen in der vergangenen Woche brachte die Sicherheitsbehörden nicht weiter: Hassan K. und Mohsen A. waren unter Verdacht geraten, weil sie die Behörden auf den Leichenfundort der ermordeten deutschen Bibelschülerinnen Anita G. und Rita S. hingewiesen hatten, die in der vorvergangenen Woche während eines Ausflugs mit der deutschen Familie gekidnappt worden waren (SPIEGEL 26/2009). Zudem verfügten die Männer über einen Geländewagen, der auf die Beschreibung des Entführer-Fahrzeugs passte. In dem sichergestellten Suzuki konnten die Ermittler jedoch weder Spuren der sächsischen Familie noch der Bibelschülerinnen entdecken. Auch die Angaben der Inhaftierten, wonach die Entführung der Freipressung eines örtlichen Drogenhändlers diene, halten die Fahnder für unglaubwürdig. Zum Aufenthaltsort der sechs weiteren Geiseln, darunter drei kleine Kinder, konnten die Verdächtigen nicht einmal einen Ansatz liefern. In Sanaa wird die Theorie diskutiert, dass die Männer nur vorgeschoben worden sein könnten, um die wahren Hintergründe der Tat zu verschleiern. Eine umfangreiche Auswertung des Telefonverkehrs im Tatortbereich verlief ebenfalls ergebnislos.