Verleger Heinz Bauer präzisiert Nachfolgeregelung - DER SPIEGEL
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Verleger Heinz Bauer präzisiert Nachfolgeregelung

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Hamburger Verleger Heinz Bauer will die Führung des milliardenschweren Familienkonzerns bis auf weiteres nicht abgeben. "Ich habe mir kein spezielles Datum gesetzt, wann ich mich zurückziehe", sagte Bauer im Gespräch mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Bauer hatte vergangene Woche seine Tochter Yvonne in die oberste Konzernleitung berufen und damit den ersten Schritt in Richtung Nachfolgeregelung getan. Er hoffe, dass sich Yvonne gut einlebe. "Aber wann ich keine Lust mehr habe oder nicht mehr fit genug bin, weiß ich doch jetzt nicht", so Bauer.

Dass neben Yvonne noch eine weitere Tochter in die Konzernleitung einzieht, wollte Bauer zwar nicht ausschließen: "Ob das so bleibt, hängt auch von den Ambitionen der übrigen ab." Er sei aber der Meinung, "dass man die Entscheidungsführung möglichst effektiv gestalten sollte. Ich bin damals von meinem Vater bestimmt worden, einen großen Teil des Verlags zu erben. Das Prinzip hat sich bewährt, weil ich schnell entscheiden und hohe Risiken eingehen konnte". Er wolle die Erbregelung ähnlich handhaben: "Damit sind meine Töchter auch einverstanden." Alle würden zwar am Verlag beteiligt bleiben, aber nicht zu gleichen Anteilen.

Zur Kritik am Image des Verlags, dem in der Branche wegen seiner Titel und der Arbeitsbedingungen der Ruf des Billigheimers anhaftet, sagte Bauer: "Billigheimer ist doch bloß ein Schlagwort, um unseren Erfolg herunterzureden." Die Legenden über seine Sparsamkeit seien eine "hartnäckige Marotte mancher Kritiker. Ich kann damit gut leben und bin mit meiner Art bisher ganz erfolgreich gefahren".