ZDF plant für ARD-Star Pilawa bereits wöchentlichen Late- Night-Talk - DER SPIEGEL
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ZDF plant für ARD-Star Pilawa bereits wöchentlichen Late- Night-Talk

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In der ARD wächst die Sorge, dass Starmoderator Jörg Pilawa zum ZDF wechseln könnte. Zwar habe man ein "umfassendes Angebot" vorgelegt, heißt es bei der ARD. "Mit Geld allein" sei der 43-Jährige aber nicht zu überzeugen. Laut Verhandlungskreisen würde Pilawa bei der ARD zwar rund eine Million Euro jährlich mehr verdienen, dafür jedoch auch deutlich mehr Sendungen moderieren. "Unsere Chancen stehen allenfalls noch 60 zu 40", heißt es in der Führungsspitze. Pilawa soll unzufrieden sein mit der Wertschätzung innerhalb der ARD und sich dort nicht mehr wirklich heimisch fühlen. "Er muss dort mit einer Vielzahl von Hierarchen umgehen, und nicht zu allen hat er das Vertrauensverhältnis, das er braucht", sagt ein Vertrauter. Enttäuscht soll Pilawa etwa gewesen sein, als nicht er, sondern RTL-Star Günther Jauch einen Part der Abschiedsfeier für den ehemaligen NDR-Intendanten Jobst Plog moderierte. Beim ZDF dagegen würde Quotengarant Pilawa ganz auf Programmdirektor Thomas Bellut bauen können, der mit ihm die Lücke schließen möchte, die durch den Weggang von Johannes B. Kerner zu Sat.1 entstanden ist. Bellut gilt als einer, der ein gutes Verhältnis zu seinen Stars aufbauen kann. Er plant mit Jörg Pilawa einen wöchentlichen Late-Night-Talk und mehrere Primetime-Shows.