"Tagesschau"-Chefredakteur Gniffke: "Man wird für seine Transparenz bestraft" - DER SPIEGEL
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"Tagesschau"-Chefredakteur Gniffke: "Man wird für seine Transparenz bestraft"

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Der für die "Tagesschau" zuständige Chefredakteur ARD-aktuell, Kai Gniffke, hat die Reaktion der Medien auf seinen Blog-Streit mit ARD-Hauptstadtstudio-Chef Ulrich Deppendorf kritisiert: "Ich habe in einem Halbsatz eine nicht ganz so ernste Bemerkung gemacht. Dass da einige Medien daraus machen, ich hätte über das ZDF gelästert, finde ich journalistisch fragwürdig", sagte er dem Hamburger Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL. Überhaupt enttäusche ihn, wie er "medial schon öfter hart bestraft" worden sei, wenn er darüber geschrieben habe, welche Widrigkeiten zum Alltag einer Nachrichtenredaktion gehören. "Da wird man dann sofort als Kronzeuge genommen und es wird ein Eklat konstruiert", so Gniffke. "Man wird für seine Transparenz bestraft." Auch die "Tagesschau" sei vom Sommerloch betroffen: "Manchmal muss man nur aus lauter mittelmäßigen Themen auswählen, was das am wenigsten schwache ist. Das macht die Sendung nicht immer aufregender."