Zweifel an Quelle-Erbin: Schickedanz-Stiftung kämpft mit überhöhten Kosten - DER SPIEGEL
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Zweifel an Quelle-Erbin: Schickedanz-Stiftung kämpft mit überhöhten Kosten

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Nicht nur ihr Engagement beim insolventen Konzern Arcandor, sondern auch die von ihr 1990 gegründete Kinderkrebs-Stiftung beschert der nach eigenen Angaben verarmten Milliardärin und Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, 65, Probleme: Die Kosten laufen aus dem Ruder. Gut 3,3 Millionen Euro hat die Schickedanz-Stiftung zwischen 2006 und 2008 an Spenden eingesammelt. Weniger als die Hälfte kam bei krebskranken Kindern, Krankenhäusern und Forschern an. Obwohl die Stiftung praktisch ohne Personalkosten arbeitet, fielen fast 1,7 Millionen Euro für Verwaltungskosten an, wie die Stiftung auf Anfrage bestätigte. Nach den Kriterien des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen gelten Verwaltungskosten von maximal 35 Prozent als noch vertretbar. Grund für die ausufernden Kosten ist eine auf drei Jahre begrenzte Mailing-Aktion, bei der pro Jahr rund eine halbe Million Bürger als potentiell neue Spender von der Quelle-Erbin angeschrieben wurden. Der Erfolg ist zweifelhaft. Zeitweise kamen von jedem Spenden-Euro gerade mal 29 Cent dem Stiftungszweck zugute. Für Branchenkenner Stefan Loipfinger, der auf seiner Internet- Seite Charitywatch.de den Markt analysiert, bestehen "massive Zweifel" an der Stiftung: Wegen der "mehr als bescheidenen Erfolgsquote" könne "nur vor einer Spende an diese Organisation gewarnt werden". Ein Stiftungssprecher gelobt Besserung: "In diesem Jahr sind unsere Mailing-Kosten weitaus niedriger."