Oettinger wirft Porsche-Management Fehler vor
Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger hat dem Porsche-Management vorgeworfen, in der verlorenen Übernahmeschlacht mit VW entscheidende Fehler gemacht zu haben. Die Führung des Sportwagenherstellers habe den Eindruck erweckt, bei VW in Wolfsburg bliebe "kein Stein auf dem anderen", sollte die Übernahme aus Stuttgart gelingen, sagte Oettinger im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. "Die Art und Weise, wie Porsche in Wolfsburg einmarschiert ist, fanden sicherlich nicht alle gut", sagte der CDU-Politiker und fügte hinzu: "So was produziert natürlich Abwehrreaktionen. Das ist völlig menschlich." Im Kampf gegen das VW-Gesetz, an dem die Übernahme von VW durch Porsche unter anderem scheiterte, will sich Oettinger noch nicht geschlagen geben. "Es ist ein grober Verstoß gegen die Prinzipien der Marktwirtschaft", sagte er mit Blick auf die Regelung, die dem Land Niedersachsen Einfluss auf VW sichert. In dieser Sache sei "das letzte Wort noch nicht gesprochen". Darüber hinaus warnte Oettinger davor, den Mythos Porsche zu zerstören: "Es würde einer gigantischen Vernichtung von Vermögen und Prestige gleichkommen, wenn Porsche in der Produktpalette von VW unterginge."