Automobil-Manager sauer über Schaeffler-Chaos
In der deutschen Automobilindustrie wächst der Ärger über das Gebaren der Schaeffler-Sippe. Die fränkische Unternehmer-Familie, so ein hochrangiger VW-Manager, habe als Mehrheitseigentümer bei Continental in Hannover ein Chaos angerichtet. Dies sei für die Branche gefährlich, denn Conti spiele eine zentrale Rolle bei der Entwicklung alternativer Antriebe. Seit Schaeffler bei Conti einstieg, mussten Aufsichtsratschef Hubertus von Gruenberg, Vorstandschef Manfred Wennemer und Finanzvorstand Alan Hippe ihre Posten räumen in Kürze muss auch noch Wennemer-Nachfolger Karl-Thomas Neumann gehen. "Diesen Aderlass", so der VW-Manager, "kann das Unternehmen kaum verkraften." Ähnlich kritisch beurteilen Manager bei BMW und Daimler die Entwicklung. Sie fordern, dass die Banken, bei denen Schaeffler und Conti in Milliardenhöhe verschuldet sind, ihren Einfluss geltend machen vor allem Martin Blessing. Der Chef der Commerzbank und der Dresdner, so die Forderung, müsse verhindern, dass die Familie Schaeffler und das Conti-Management sich weiter heftige Schlammschlachten lieferten.