Ost-Linke wollen Parteichef Lafontaine entmachten - DER SPIEGEL
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Ost-Linke wollen Parteichef Lafontaine entmachten

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Der Partei Die Linke stehen unruhige Zeiten bevor. Nach mehreren Parteiaustritten von Pragmatikern diskutieren führende Realos aus Ostdeutschland, wie sie die Macht des Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine nach der Bundestagswahl beschneiden können. Auf jeden Fall wollen sie verhindern, dass der Saarländer sich im kommenden Jahr zum alleinigen Parteichef wählen lässt. Die gültige Satzung sieht vor, dass es in der Partei ab 2010 keine Doppelspitze mehr gibt. Zwei Szenarien werden nun diskutiert. Eine Variante: eine Satzungsänderung, damit erneut zwei Vorsitzende gewählt werden müssen. Das andere Planspiel sieht vor, Lafontaine komplett aus der Parteispitze zu verdrängen und ihm den Fraktionsvorsitz im Bund zu überlassen. Parteichef sollte nach dem Willen vieler Ost-Linker dann Gregor Gysi werden. Bis zur Bundestagswahl wollen aber auch die Pragmatiker Burgfrieden halten.