Ex-Siemens-Manager soll nach Griechenland ausgeliefert werden - DER SPIEGEL
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Ex-Siemens-Manager soll nach Griechenland ausgeliefert werden

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Michael Christoforakos, 56, ehemaliger Siemens-Griechenland-Chef, soll nach wochenlangen Verhandlungen zwischen der bayerischen Justiz und seinen Anwälten nun doch an die Behörden in Athen ausgeliefert werden. Das beschloss die zuständige Münchner Generalstaatsanwaltschaft Anfang vergangener Woche. Folgt auch das Oberlandesgericht der Empfehlung, drohen dem Ex-Manager in seiner alten Heimat nicht nur empfindliche Sanktionen, sondern womöglich sogar Racheakte. Der Deutsch-Grieche hatte seit seiner Verhaftung vor knapp zwei Monaten versucht, die deutschen Behörden milde zu stimmen, indem er bei gut einem halben Dutzend Vernehmungen üppige Zuwendungen an die beiden großen griechischen Parteien während seiner Amtszeit einräumte. Sie sollen nach einem kürzlich ergangenen Strafbefehl mit einer zwölfmonatigen Bewährungsstrafe und einer Geldauflage von 750 000 Euro geahndet werden. Weil ein Teil der Vorwürfe damit nach Ansicht der Staatsanwaltschaft jedoch nicht abgegolten und verjährt ist, soll sich Christoforakos auch in Griechenland verantworten. Seine Verteidiger wollen die geplante Auslieferung im Eilverfahren stoppen, sie bereiten zudem eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht vor und fordern die Aufhebung des Haftbefehls.