Bosch und Siemens unter Korruptionsverdacht
Bei der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH soll es jahrelang ein ausgefeiltes Bestechungssystem gegeben haben, mit dem der Absatz von Waschmaschinen, Kühlschränken und Herden forciert wurde. Das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet von dem Verdacht der Korruption mit dem Hinweis auf interne Unterlagen. Danach sollen die Verkäufer in Elektrofachgeschäften wie Discountern im großen Stil Wertgutscheine von Unternehmen wie Karstadt, Aral oder TUI erhalten haben, wenn sie die Haushaltsgeräte der BSH-Marken Bosch oder Siemens verkauften. Auch die Platzierer der Ware sowie die Disponenten im Großhandel sollen kassiert haben. In einzelnen Jahren seien "Korruptionalien" im Wert von mehr als zehn Millionen Euro gezahlt worden. Auch BSH-Chef Kurt-Ludwig Gutberlet soll davon gewusst haben. Die BSH will die interne Kontrollabteilung einschalten. "Zudem haben wir auch der Staatsanwaltschaft proaktiv unsere Kooperation angeboten", wird das Unternehmen im SPIEGEL zitiert.