BSH-Korruptionsaffäre weitet sich aus - DER SPIEGEL
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BSH-Korruptionsaffäre weitet sich aus

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In der Korruptionsaffäre bei der Bosch und Siemens Haushaltsgeräte (BSH) wollen nun auch Händler mit der Staatsanwaltschaft München kooperieren. Den Strafverfolgern liegt das anwaltliche Schreiben eines großen Elektrohändlers vor, in dem eine Kooperation zugesagt wird. "Ich kann nur jedem dringend empfehlen, sich mit uns in Verbindung zu setzen", sagt Oberstaatsanwalt Anton Winkler. Wer frühzeitig zur Aufklärung beitrage, könne mit Strafmilderung rechnen. Bei der BSH wird die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt einleiten und dabei prüfen, wer dort Händler und Verkäufer bestochen hat. Der SPIEGEL hatte das Unternehmen vorvergangene Woche mit dem Verdacht konfrontiert, dass die BSH jahrelang mit einem ausgefeilten Gutscheinsystem den Verkauf ihrer Waschmaschinen oder Geschirrspüler gefördert hat. Tags darauf hatte sich Europas Marktführer der sogenannten weißen Ware bei der Staatsanwaltschaft gemeldet. Um eine spektakuläre Durchsuchung zu vermeiden, hat die BSH den Ermittlern freien Zugang zu allen Unterlagen eingeräumt.