Deutscher Oberst beging offenbar schwere Fehler - DER SPIEGEL
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Deutscher Oberst beging offenbar schwere Fehler

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Der Isaf-Offizier Oberst Georg Klein hat offenbar schwere Fehler begangen. So lehnte er es anscheinend ab, die Menschenansammlung bei den zwei entführten Tanklastwagen vor einem unmittelbar bevorstehenden Luftangriff zu warnen. Nach SPIEGEL-Informationen hatte die Besatzung der F-15-Jagdbomber den deutschen Oberst und seinen Fliegerleitoffizier in Kunduz gefragt, ob sie mit ihren Jets nicht zunächst im Tiefflug über die Tanker donnern sollten. Eine solche Demonstration der Stärke, "Show of Force" genannt, hätte möglicherweise Taliban-Kämpfern, aber auch Zivilisten eine Chance zur Flucht gegeben. Klein lehnte dies aber anscheinend ab. Auch die Frage der Piloten, ob eine akute Bedrohung, ein sogenannter "imminent threat", vorliege und die eigenen Truppen Feindberührung, genannt "troops in contact", hätten, ließ der Oberst mehrfach durch seinen Fliegerleitoffizier mit einem knappen "confirmed" bestätigen. Tatsächlich waren aber nach derzeitigem Kenntnisstand keine Truppen aus dem Feldlager in Kunduz ausgerückt, um die Lage im rund sechs Kilometer entfernten Flussbett zu erkunden, in dem sich die Tanker bereits Stunden vor dem Luftangriff festgefahren hatten. Unterdessen forderte US-General Stanley McChrystal in seinem 60-Tage-Report, den er in der vergangenen Woche im Nato-Rat vorstellte, eine Verstärkung des zivilen Engagements. Außerdem plant der General nach SPIEGEL-Informationen eine Einteilung Afghanistans in Gefahrenzonen von Stufe 1 bis 3. Als klares Ziel benennt McChrystal auch die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte. Bis zum Jahr 2013 sollen rund 250000 afghanische Soldaten und 160000 Polizisten ausgebildet werden.