Verlieren Tiefensee und Engelen-Kefer SPD-Vorstandssitz?
Nach der Wahl müssen einige prominente Sozialdemokraten um ihren Wiedereinzug in den Parteivorstand fürchten. Schlecht stehen die Chancen für Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee, auf dem Parteitag im November in Dresden wieder in das Spitzengremium gewählt zu werden; gefährdet scheinen auch Jens Bullerjahn, Finanzminister der SPD in Sachsen-Anhalt, und die ehemalige stellvertretende Vorsitzende des DGB, Ursula Engelen-Kefer. Die Gewerkschafterin könnte erstmals seit 1986 nicht im SPD-Vorstand vertreten sein. Unterdessen versucht die Parteillinke ihren Einfluss in dem Gremium auszubauen. Der Hamburger Niels Annen wurde bereits von seinem Landesverband für die Wiederwahl nominiert. Auch die Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel, bisher nur mit Besuchsrecht im Vorstand, will ordentliches Mitglied werden. Aus den Ostländern werden der Sozialministerin von Mecklenburg- Vorpommern, Manuela Schwesig, gute Chancen eingeräumt, in das Gremium aufzurücken. Unklar ist noch, ob Andrea Ypsilanti sich erneut um einen Vorstandssitz bewerben will.