HSH-Nordbank wollte nicht dem US-Banken- Branchenverband beitreten - DER SPIEGEL
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HSH-Nordbank wollte nicht dem US-Banken- Branchenverband beitreten

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Die Affäre um ein vermeintliches Millionengeschenk der HSH Nordbank an die USBank Goldman Sachs entlarvt einmal mehr den hanseatischen Dilettantenstadl. Grund: Als die US-Bank Lehman Brothers 2008 unterging, wurden weltweit Versicherungen gegen den Ausfall von Lehman-Schulden fällig. Die Abwicklung der Ansprüche übernahm wie üblich der US-Branchenverband ISDA. Betroffene Banken traten damals dem ISDA-Prozess bei. Einzige Ausnahme: die HSH Nordbank AG, die Goldman Sachs gegen Lehman-Ausfälle von 50 Millionen Dollar versichert hatte. In Telefonaten mit den Amerikanern wurde der Beitritt zwar fristgerecht diskutiert, doch die Hamburger blieben entgegen aller Branchenstandards der ISDA fern und zahlten nicht. Stattdessen stritten Goldman Sachs und HSH über versäumte Fristen. Goldman Sachs bot den Hamburgern schließlich in einem Vergleich einen Rabatt von zehn Prozent an. Um einen ziemlich aussichtslosen Gerichtsprozess zu vermeiden, willigte die HSH ein und überwies 45 Millionen Dollar. Ausnahmsweise wurde die HSH für ihr amateurhaftes Vorgehen also mal belohnt. HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher will nun "Klarheit" schaffen.