Iran Chefunterhändler beharrt auf Urananreicherung
Der Generalsekretär des iranischen nationalen Sicherheitsrates, Said Dschalili, erwartet bei den am 1. Oktober beginnenden Verhandlungen Teherans mit der Weltgemeinschaft Konzessionen der USA und Europas in der Atomfrage. "Jetzt ist der Westen am Zug", sagte Dschalili dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. In der Schweiz kommen am Donnerstag nächster Woche Iran und die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrats plus Deutschland zusammen, um Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Dschalili machte in dem SPIEGEL-Gespräch deutlich, dass Teheran zwar über die Atomfrage sprechen will, aber nicht, wie gefordert, über die umstrittene Anreicherung von Uran: "Wir werden dieses Recht niemals aufgeben." Drohende verschärfte Sanktionen fürchte seine Regierung nicht. Dennoch erklärte Dschalili, er fahre "mit Optimismus zu den Verhandlungen, aber wir sind auch Realisten". Gegenüber dem SPIEGEL kritisierte Dschalili die Bundesregierung scharf: "Die Berliner Regierung fördert den Terror", indem sie den exiliranischen Volksmudschahidin "Stützpunkte in Deutschland" erlaube. Dschalili macht die Regimegegner verantwortlich für Anschläge in Iran.