Gauweiler fordert Gespräche mit Taliban - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Gauweiler fordert Gespräche mit Taliban

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peter Gauweiler, Bundestagsabgeordneter der CSU, drängt auf eine politische Lösung des Afghanistan-Konfliktes: "Ohne Verhandlungen mit der Gegenseite, also auch den Taliban, wird ein Abzug auch für die Bevölkerung verheerende Konsequenzen haben." Der Rechtsanwalt wertet die Forderungen der Militärs nach mehr Waffen und Truppen als "Eingeständnis des bisherigen Scheiterns". Wie Gauweiler fordern auch andere Politiker der Regierungsparteien eine Befristung des Engagements am Hindukusch. So hat Altkanzler Gerhard Schröder das Jahr 2015 als spätestes Datum für einen Abzug der deutschen Truppen gefordert – und damit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) widersprochen, der sich nicht auf einen Termin festlegen lassen will. "Dieser Krieg muss beendet werden, wie fast alle Kriege seit 3000 Jahren: durch Aufnahme von Gesprächen", warnt Gauweiler, andernfalls werde "der Feldzug des Westens in einer schmählichen Kapitulation enden".