Atommülllager Schacht Konrad rüstet gegen Protestler auf
Die CDU-geführte Landesregierung von Niedersachsen lässt das Atommüllendlager Schacht Konrad gegen mögliche Proteste aufrüsten. Innen-minister Uwe Schünemann (CDU) besteht darauf, dass ein neuer Schutzzaun installiert wird. Der Zaun soll nicht überwindbar sein und über einen sogenannten Zwillendurchschussschutz verfügen. Das soll verhindern, dass Wurfgeschosse von Atomkraftgegnern auf das Anlagegelände fliegen und dort Personal oder Polizisten verletzen können. Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor einer neuen "Festungsanlage", die eine feindselige Stimmung erzeugen könnte. Der Schutz vor Eindringlingen sei auch ohne martialische Maßnahmen zu gewährleisten. Schünemann dagegen sagt, der Zaun sei bereits Teil des 2002 abgeschlossenen Planfeststellungsverfahrens gewesen. Am Schacht Konrad hat es bislang keine gewalttätigen Proteste gegeben, wie sie an anderen Atom-Standorten vorgekommen sind. Bundesweit sind spätestens seit dem rot-grünen Atomausstiegsbeschluss Aktionen, die sich direkt gegen Personen richten, bei Atomprotesten zurückgegangen. Das Endlager Konrad soll 2014 für die Einlagerung bereit sein und wird Platz für rund 300000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiven Abfall bieten.