EU-Kartellverfahren gegen Siemens und ABB kurz vor dem Abschluss - DER SPIEGEL
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EU-Kartellverfahren gegen Siemens und ABB kurz vor dem Abschluss

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Bei der Europäischen Kommission steht eines der spektakulärsten und aufwendigsten Kartellverfahren der vergangenen Jahre offenbar kurz vor dem Abschluss. Betroffen sind gut ein halbes Dutzend Hersteller von sogenannten Leistungstransformatoren, mit denen große Versorger die Spannung in ihren Netzen regeln. Nach Erkenntnissen der EU-Wettbewerbshüter sollen die Firmen, darunter ABB, Siemens oder ihre spätere österreichische Tochter VA Tech von Ende der neunziger Jahre bis 2003 zu Lasten von Kunden illegale Gebietsabsprachen getroffen haben. Nachdem die Ermittler bereits Anfang 2007 unter anderem Standorte von Siemens und ABB in Nürnberg, Linz und Bad Honnef durchsucht hatten, scheint sich der Verdacht nun erhärtet zu haben. Wie hohe Brüsseler Beamte berichten, sollen bereits in der kommenden Woche Bußgeldbescheide an die betroffenen Unternehmen ergehen. Vergleichsweise milde dürfte dieses Mal der Siemens-Konzern davonkommen, der von Anfang an eng mit der Kommission kooperiert hat. Deutlich höhere Strafgelder drohen dagegen dem Wettbewerber ABB. Er hatte bereits Ende vergangenen Jahres einen ansehnlichen dreistelligen Millionenbetrag für eventuelle Strafen zurückgestellt. Ein EU-Sprecher wollte den bevorstehenden Abschluss der Ermittlungen nicht bestätigen, räumte aber ein, dass die Untersuchungen noch immer andauern. Der ABB-Konzern wollte den Vorgang am Freitag vergangener Woche ebenfalls nicht näher kommentieren.