Post-Chef Appel stellt Beschäftigten Bonuszahlungen in Aussicht
Im Vorfeld der Tarifgespräche mit der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat Postchef Frank Appel den deutschen Post-Beschäftigten ein außergewöhnliches Angebot unterbreitet. "Sollte sich die wirtschaftliche Situation im Briefbereich wirklich besser entwickeln, wären wir bereit, einen Teil der eingesparten Gelder wieder an die Mitarbeiter auszuzahlen." Dies berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL.
Den Bonus soll es nach Vorstellungen Appels geben, wenn sich die Beschäftigten in der aktuellen Tarifauseinandersetzung darauf einlassen, auf eine bereits vereinbarte Lohnerhöhung zu verzichten und die Wochenarbeitszeit unentgeltlich weiter auszudehnen. Sollten die Verhandlungen hingegen scheitern, könnten den Beschäftigten nach internen Post-Unterlagen möglicherweise sogar eine "flächendeckende Fremdvergabe" und "betriebsbedingte Kündigungen" drohen.
Wie DER SPIEGEL weiter berichtet, soll eine erste Verhandlungsrunde zwischen Ver.di und der Post am Dienstag beginnen. Die stellvertretende Ver.di-Bundesvorsitzende Andrea Kocsis hat nach SPIEGEL-Informationen inzwischen alle notwendigen Schritte für einen möglichen Streik der Postbeschäftigten eingeleitet. Im Post-Vorstand müsse endlich wieder "Vernunft einkehren", forderte die Gewerkschafterin.