Bahnchef Mehdorn lehnt frühzeitige Spekulationen über das Zugunglück in Brühl ab
An "Spekulationen oder Schuldzuweisungen" im Zusammenhang mit dem Zugunglück in Brühl will sich Bahnchef Hartmut Mehdorn nicht beteiligen. Dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL sagte er zu den jüngsten Angaben des Eisenbahn-Bundesamtes über möglicherweise verwirrende Signale und fehlerhafte Hinweise, die den Lokführer irritiert haben könnten, nach dem bisherigen Erkenntnisstand habe es eine eindeutige Signalisierung gegeben. "Sollte sich abschließend herausstellen, dass bei uns Fehler gemacht wurden", so Mehdorn, "werden wir dazu stehen und alle notwendigen Konsequenzen ziehen." Zu den Vorwürfen, die Ausbildung der Lokführer sei zu sehr verkürzt worden, sagte der Bahnchef, es geben keinen Grund, an der Ausbildung zu zweifeln. Mehdorn: "Früher mussten unsere Mitarbeiter unter anderem deutsches Beamtenrecht und Staatskunde lernen, was mit dem Betreiben einer Lokomotive überhaupt nichts zu tun hat. Heute konzentriert sich die Ausbildung stark auf die Technik."