Mayer-Vorfelders Macht bröckelt - DER SPIEGEL
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Mayer-Vorfelders Macht bröckelt

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Macht des Multifunktionärs Gerhard Mayer-Vorfelder im deutschen Fußball schwindet. Der Aufsichtsrat seines Stammvereins VfB Stuttgart hatte "MV" schon eine erneute Kandidatur fürs Präsidentenamt ausgeredet. Nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL musste Mayer-Vorfelder jetzt auf Anraten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auch auf eine Bewerbung um einen Platz in der Exekutive des Weltverbands Fifa verzichten. Hintergrund: Noch in seiner derzeitigen Besetzung befindet das Fifa-Gremium am 6. Juli über Deutschlands Bewerbung um die Weltmeisterschaft 2006. Wenn Mayer-Vorfelder aber bei der Wahl Ende Juni in Luxemburg einen Sitz im Gremium erringt, so die Sorge des DFB, könnte der bezwungene Gegenkandidat aus Groll womöglich nicht mehr für Deutschland stimmen. Ersatzweise kandidiert MV für die Exekutive des europäischen Verbandes Uefa. Das Problem, das DFB-Funktionäre dabei sehen: Sollte er dort scheitern, könnte man ihn nach solchem Ansehensverlust nicht zum DFB-Chef befördern, wenn Präsident Egidius Braun im April 2001 abtritt.