Teure Wehrpflicht - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Teure Wehrpflicht

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Experten der Münchener Bundeswehr-Universität haben die These des Verteidigungsministeriums widerlegt, eine Wehrpflichtarmee sei billiger als ein Freiwilligenheer. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der kommenden Ausgabe. Laut einer noch unveröffentlichten Studie böten Streitkräfte mit 280.000 Zeit- und Berufssoldaten "deutliche Kosten- und Effizienzvorteile" im Vergleich zur heutigen Bundeswehr mit 340.000 Soldaten, von denen 138.000 Wehrpflichtige sind. Die geplanten Kürzungen der Verteidigungsausgaben und die "erkennbaren sicherheitspolitischen Entwicklungen", so die Autoren unter Leitung des ehemaligen Vize-Generalinspekteurs der Bundeswehr Jürgen Schnell, sprächen deshalb für eine "deutliche Änderung der bisherigen Wehrform". Die möglichen Einsparungen durch ein Berufsheer, einschließlich der Mittel für den Zivildienst, schätzen die Wirtschaftswissenschaftler auf bis zu sieben Milliarden Mark.