Esser berät den Kanzler
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat eine Expertenkommission berufen, die Spielregeln für feindliche Übernahmen aufstellen soll. Das meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Erfahrenstes Mitglied des Gremiums ist Noch-Mannesmann-Chef Klaus Esser, der in der Übernahmeschlacht mit Vodafone unterlegen ist.
Für das erste Treffen am 9. März sind außerdem Telekom-Chef Ron Sommer, Veba-Boss Ulrich Hartmann, Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner und der Auf-sichtsratsvorsitzende der HypoVereinsbank, Kurt Viermetz, geladen. Weitere Mitglieder sind der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse AG, Werner Seifert, der Vorsitzende der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hubertus Schmoldt, sowie der Unternehmensberater Roland Berger. Als Vertreter der Politik sind unter anderem Finanzminister Hans Eichel und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement mit dabei. Hans Martin Bury, Staatsminister im Kanzleramt, der ebenfalls an der Runde teilnimmt, versichert, die Bundesregierung wolle feindliche Übernahmen nicht un-möglich machen. "Wir wollen keinesfalls einen Closed-Shop organisieren", sagt Bury. Es gehe lediglich darum, Regeln zu formulieren.