MAN tauscht nach Schmiergeldaffäre im großen Stil Top-Personal aus - DER SPIEGEL
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MAN tauscht nach Schmiergeldaffäre im großen Stil Top-Personal aus

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Fünf Monate nach der Aufdeckung von dubiosen Schmiergeldpraktiken beim Verkauf von Bussen und Lkw im In- und Ausland zieht der Münchner MAN-Konzern drastische personelle Konsequenzen. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt wurde zum 1. Oktober nahezu die komplette Vertriebsführungsmannschaft der Nutzfahrzeugsparte in Deutschland ausgetauscht. Dort mussten drei Top-Manager gehen. Sie waren nach der spektakulären Razzia vom 5. Mai ins Visier der Ermittler geraten (SPIEGEL 20/2009). Auch in Österreich wurde der bisherige Statthalter ausgewechselt. Rund ein halbes Dutzend weiterer Verkaufs- und Vertriebsmitarbeiter an verschiedenen Nutzfahrzeugstandorten in Deutschland sind bereits beurlaubt und sollen in den kommenden Wochen und Monaten ausgetauscht werden. Einige von ihnen gelten schon seit längerem als Beschuldigte in dem Verfahren. Nun will die Konzernspitze mit der großangelegten Personalrochade das Signal zu einem Neuanfang setzen.