SPD-Abgeordnete wollen CDU-Politiker Lammert bei der Wiederwahl zum Bundestagspräsidenten abstrafen - DER SPIEGEL
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SPD-Abgeordnete wollen CDU-Politiker Lammert bei der Wiederwahl zum Bundestagspräsidenten abstrafen

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In der SPD-Bundestagsfraktion gibt es Überlegungen, dem Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) bei seiner Wiederwahl in dieser Woche die Stimme zu verweigern. Zwar gibt es keine offiziellen Absprachen, doch einzelne Abgeordnete drängen darauf, Lammert mit einem deutlich schlechteren Wahlergebnis zu bedenken als 2005. Üblicherweise wird der Parlamentspräsident von einer breiten überparteilichen Mehrheit getragen. Lammert hatte vor vier Jahren 93 Prozent der Stimmen erhalten, während der SPD-Kandidat Wolfgang Thierse bei seiner Wahl zum Vizepräsidenten auf lediglich 69 Prozent gekommen war. Viele Sozialdemokraten haben das bis heute nicht vergessen, einige sinnen nun auf Vergeltung und versuchen, weitere Abgeordnete zu überzeugen. Sie werfen Lammert zudem vor, sich bei der Wiederwahl von Bundespräsident Horst Köhler übertrieben in Szene gesetzt zu haben, und lasten ihm in weiteren Punkten eine eigenmächtige Amtsführung an. Allerdings dürfe das Ergebnis auch nicht zu schlecht ausfallen, heißt es aus der Fraktion, schließlich müsse danach auch Thierse erneut zum Vizepräsidenten gewählt werden. Erhalte Lammert zu wenig Stimmen, müsse man damit rechnen, dass die Unionsfraktion sich revanchiere.