Schloss sich der Hamburger Terrorist Bahaji Islamisten in Waziristan an?
Ein brisanter Dokumentenfund in Südwaziristan nahe der afghanischen Grenze bestärkt die Vermutung deutscher Sicherheitsbehörden, dass Said Bahaji, eines der Mitglieder der Hamburger Terrorzelle um Mohammed Atta, kurz vor den Anschlägen des 11. September 2001 in Pakistan untergetaucht ist und sich dort bewaffneten Gruppen anschloss. Pakistanische Soldaten fanden während ihrer Offensive in dem Rückzugsgebiet von Taliban- und al-Qaida-Kämpfern seinen vorläufigen Reisepass, ausgestellt am 2. August 2001 in Hamburg-Harburg. Gleichzeitig entdeckten sie auch andere europäische Pässe und dschihadistisches Propagandamaterial in einer verlassenen Lehmhütte im Dorf Sherwangai, in dem die Taliban nach Erkenntnissen der pakistanischen Armee eine Kommandozentrale hatten. Das Bundeskriminalamt bemüht sich derzeit, das Dokument von Pakistan zu bekommen, um es zu untersuchen. Zuletzt hatten die Behörden im Jahr 2006 Hinweise auf Bahajis Aufenthaltsort erhalten, da er seiner Frau in Deutschland E-Mails schickte. Als Lebenszeichen hingegen werten die Behörden den gefundenen Pass nicht, zumal das Dokument bereits seit sieben Jahren nicht mehr gültig ist. Möglich ist vielmehr, dass Bahaji seinen Pass abgegeben hat, als er sich einer der vielen Dschihadisten- Gruppen in Waziristan anschloss.