Handball-Bundesligisten lehnen korruptionsverdächtiges Schiedsrichter-Duo ab - DER SPIEGEL
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Handball-Bundesligisten lehnen korruptionsverdächtiges Schiedsrichter-Duo ab

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In der Handball-Bundesliga (HBL) regt sich heftiger Widerstand gegen die Entscheidung des Deutschen Handballbundes (DHB), die Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich im Dezember wieder in den Spielbetrieb zurückkehren zu lassen. "Mir ist kein Club bekannt, der damit einverstanden ist", sagt HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Beide Unparteiischen waren im März suspendiert worden, nachdem sie in den Verdacht der Bestechlichkeit geraten waren (SPIEGEL 12/09). Die Schiedsrichter hatten verheimlicht, dass sie nach dem Finalrückspiel im Europacup der Pokalsieger im Frühjahr 2006 zwischen Medwedi Tschechow und Valladolid am Moskauer Flughafen Scheremetjewo mit 50 000 Dollar im Handgepäck aufgegriffen worden waren. Die Europäische Handball-Föderation (EHF) suspendierte Lemme und Ullrich, die ihre Unschuld betonen, deshalb im Juli für fünf Jahre. Der DHB ahndete das Vergehen nur mit neun Monaten Sperre und unterstützte die Schiedsrichter im September sogar mit 10 000 Euro, um Einspruch gegen die EHF-Sperre einzulegen. Liga-Geschäftsführer Bohmann kritisiert das Verhalten des DHB: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Ansetzung der Schiedsrichter gegen die Clubs und die Liga durchsetzen lässt." Auch der Geschäftsführer der Rhein-Neckar Löwen, Thorsten Storm, sagt: "Es wäre für die Liga nicht gut, wenn die beiden wieder auflaufen würden."