Ehemaliger Funktionär der Organisation "Ralf Foster" enlastet SPD-Politiker Pohlmann - DER SPIEGEL
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Ehemaliger Funktionär der Organisation "Ralf Foster" enlastet SPD-Politiker Pohlmann

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Im Fall des Bremer SPD-Abgeordneten Jürgen Pohlmann, der einst Verbindungen zu einer geheimen Kampfgruppe der DKP gehabt haben soll, hat ein früherer Instrukteur der Einheit den Politiker entlastet. Der ehemalige Leitungsfunktionär der Organisation "Ralf Forster" erklärte, dass er Pohlmann "aus eigener Kenntnis nicht mit der Gruppe in Verbindung bringen" könne. Auch auf vorgelegten Fotos erkannte der Ex-Kader, der im August 1989 aus der Gruppe ausgestiegen war, den früheren DKP-Aktivisten nach eigener Aussage nicht wieder. Radio Bremen hatte zuvor berichtet, dass Pohlmanns Name in Stasi-Unterlagen auftauche, die auf die Gruppe hinwiesen. Im Krisenfall hätten die West-Schläfer, die mit Hilfe der Stasi geschult und finanziert wurden, Sabotage-Aktionen im Bundesgebiet verüben sollen. Stärkstes Indiz gegen Pohlmann sind zwei Stasi-Vermerke im März 1984 und im Herbst 1987. Die Dokumente legen nahe, dass Pohlmann konspirativ über den Grenzübergang Berlin-Friedrichstraße in den Westen ausreiste – unmittelbar nach geheimen Lehrgängen der Gruppe "Ralf Forster". Der Politiker bestreitet, jemals Mitglied der Gruppe gewesen zu sein. Er wolle die Vorwürfe prüfen und sich dann dazu äußern. Der Ex-Instrukteur hält es indes für möglich, dass Pohlmann als einstiger Organisations- und Personal-Sekretär der Bremer DKP "mit der Kaderbeurteilung" von Genossen befasst war, die für den Partisanenkampf geworben werden sollten. Funktionäre wie er hätten in der Regel jedoch nicht gewusst, "welchem Einsatzzweck diese Beurteilung diente".