Inhaftierter K1-Manager Kiener hofft auf Diplomatenstatus
Der inhaftierte Hedgefondsmanager Helmut Kiener, gegen den die Würzburger Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug ermittelt, hofft offenbar auf Diplomatenstatus. Der Aschaffenburger Gründer der K1-Fonds besitzt einen Diplomatenpass des afrikanischen Zwergstaates Guinea-Bissau. Auf der Internetseite des niederländischen Außenministeriums wird er gar als Attaché der Brüsseler Botschaft geführt. Solche Pässe sollen er und noch weitere Geschäftsleute direkt von der Botschaft in Belgien gekauft haben "für Preise zwischen 30 000 und 400 000 Dollar", heißt es in afrikanischen Diplomatenkreisen. Die Papiere sind aber offenbar im Außenministerium von Guinea-Bissau nicht registriert. " Wir gehen nicht davon aus, dass er Diplomatenstatus genießt", sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. In der Kanzlei von Kieners Anwalt Lutz Libbertz wollte man dazu keine Stellungnahme abgeben.