HRE-Altaktionäre ziehen in Scharen vor das Verfassungsgericht - DER SPIEGEL
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HRE-Altaktionäre ziehen in Scharen vor das Verfassungsgericht

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Einen Monat nach der kompletten Zwangsverstaatlichung der angeschlagenen Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) erreicht die Klagewelle enttäuschter Altaktionäre einen neuen Höhepunkt. Nach dem Stuttgarter Staatsrechtler Rüdiger Zuck reichte am Donnerstag vergangener Woche auch die Münchner Anwaltskanzlei Rotter Verfassungsbeschwerde gegen den Ausschluss von 17 früheren HRE-Kleinanlegern ein. Sie hatten teilweise deutlich mehr als 10 000 HRE-Papiere gekauft und einen Großteil ihres Einsatzes verloren. Eine Gruppe um den USFinanzinvestor Christopher Flowers, die zeitweise über 20 Prozent der HRE-Anteile hielt, prüft ebenfalls, ob sie gegen ihre Herausdrängung aus dem Unternehmen Beschwerde in Karlsruhe einlegt. In den bereits eingereichten Schriftsätzen rügen die Opponenten ihre indirekte Enteignung als Willkürakt, der mit der Eigentumsgarantie des Grundgesetzes nicht vereinbar sei. Anders als in der Verfassung vorgeschrieben, habe es die Bundesregierung zudem versäumt, eine angemessene Entschädigung im entsprechenden Gesetz festzulegen. Harsche Kritik üben sie auch an der Ungleichbehandlung mit Anlegern anderer Institute wie der IKB oder der Commerzbank. Auch die, argumentieren die beauftragten Anwälte, seien mit Geld des Steuerzahlers unterstützt worden. Trotzdem würden die Altaktionäre dort auch weiterhin geduldet.