Sicherheitsbehörden setzen auf Deradikalisierung von Islamisten
Künftig wollen die deutschen Sicherheitsbehörden bei der Terrorbekämpfung stärker auf eine Deradikalisierung militanter Islamisten setzen. Dazu wird Mitte Dezember im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum in Berlin ein neues Forum gegründet, das die bisherigen Ansätze in diesem Bereich bündeln und neue Strategien erarbeiten soll. Die Bemühungen zielen auf radikale Konvertiten ebenso wie auf extremistische Muslime mit Migrationshintergrund. Bis jetzt gibt es in den Bundesländern bei Polizeibehörden und Verfassungsschutzämtern einen Flickenteppich aus Projekten sie reichen von Aufklärungscomics bis zu persönlichen Gesprächen mit gewaltbereiten Islamisten. Die Innenministerkonferenz wird sich diese Woche zudem mit bereits verurteilten Dschihadisten befassen, die nach Ansicht der Behörden auch im Gefängnis eine besondere Gefahr darstellen etwa indem sie Mitgefangene rekrutieren. Nach den Plänen der Innenminister soll auf diese Gefährder künftig unter anderem durch religiöse Organisationen oder gemäßigte Imame deradikalisierend eingewirkt werden.