Koch hat in zahlreichen Fällen öffentlich gelogen - DER SPIEGEL
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Koch hat in zahlreichen Fällen öffentlich gelogen

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Der hessische Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Roland Koch hat in weitaus mehr als den bislang diskutierten Fällen öffentlich gelogen. Nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL verbreitete Koch die Unwahrheit über das angebliche Millionen-Darlehen zugunsten der CDU, dass tatsächlich Geld aus den Schwarzen Parteikassen in der Schweiz gewesen ist, wochenlang in Gesprächen mit Parteifreunden und in Interviews.

So hat Koch in einem SPIEGEL-Gespräch im Januar eine explizite Falschdarstellung über das Darlehen gegeben. Der langjährige CDU-Schatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein, so Koch im SPIEGEL, habe den Kredit "1998 angeblich aus seinem Privatvermögen gewährt." Tatsächlich war die Darlehensversion mit Kochs Hilfe erst im Dezember 1999 erfunden und in einem fingierten Schreiben ausgeschmückt worden.

In ähnlicher Form hat Koch die Unwahrheit beispielsweise in einem ARD-Interview am 20. Januar verbreitet, in einer anderen Variante etwa in einem Gespräch mit der "Rheinpfalz", das am 24. Januar erschien. Zur gleichen Zeit hat Koch, der seine Lüge am 8. Februar eingestand, in einem Interview mit der Illustrierten "Bunte" auf die Frage, ob er "ein absolut reines Gewissen" habe, geantwortet:"Natürlich. Wenn ich das nicht hätte, wäre ich nicht mehr da, wo ich jetzt stehe."