Experten kritisieren chaotische Förderung von Jugendlichen
Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe übt scharfe Kritik an den Fördermaßnahmen für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz finden. Diese seien "durch ein unkoordiniertes Nebeneinander von Angeboten und Maßnahmen" gekennzeichnet, heißt es in einem "Positionspapier". Dazu zählen etwa das Berufsvorbereitungsjahr, die Berufsfachschulen oder die Berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagenturen. Diese führten häufig nicht zu Ausbildungsstellen, "sondern zu weiteren Maßnahmen ohne einen anerkannten Abschluss". Hunderttausende Jugendliche stecken in solchen Warteschleifen. Die Experten fordern darum eine grundlegende Reform des Systems mit seiner "mittlerweile nicht mehr überschaubaren Vielzahl von Fördermaßnahmen, Projekten und Programmen". Der Arbeitsgemeinschaft gehören Vertreter unter anderem der Jugendämter und Wohlfahrtsverbände an.