Autobauer übernehmen Verlustausgleich für ihre Zulieferer
Die Autokonzerne Daimler, BMW und Volkswagen müssen immer mehr Zulieferer vor der Pleite retten, weil sonst ihre Fließbänder stillstehen. So stellen die Autobauer beispielsweise den Geschäftsfortgang bei Odelo mit Hilfe eines Verlustausgleichs sicher. Die Firma aus dem schwäbischen Schwaikheim stellt mit insgesamt noch 1800 Mitarbeitern unter anderem die Rückleuchten für die S-Klasse von Mercedes her und kämpft trotzdem ums Überleben. Weil die Leuchten für das Design moderner Autos immer wichtiger werden, wird dem Unternehmen trotz massiver Probleme geholfen. Auch Kiekert aus dem nordrhein-westfälischen Heiligenhaus muss von den Herstellern gestützt werden. Das Unternehmen mit vielen tausend Mitarbeitern stellt Türschlösser her und stand 2006 schon einmal kurz vor der Pleite. Der damalige Besitzer, die Beteiligungsgesellschaft Permira, musste den Rückzug antreten. Die beiden Londoner Hedgefonds Bluebay Asset Management und Silver Point sowie die US-Investmentbank Morgan Stanley übernahmen das Unternehmen, zögern aber offenbar, mit frischem Kapital einzuspringen. Nun wird mit den Gewerkschaften über eine Sanierung verhandelt, die mit einem massivem Arbeitsplatzabbau verbunden sein dürfte. "Kiekert wird die Krise überleben. Aber es wird ganz eng", sagt der Betriebsratsvorsitzende Siegfried Kronenberg.