US-Regierung dementiert Mordkomplott gegen mutmaßlichen Islamisten in Hamburg - DER SPIEGEL
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US-Regierung dementiert Mordkomplott gegen mutmaßlichen Islamisten in Hamburg

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Die US-Regierung hat gegenüber deutschen Sicherheitsbehörden angebliche Mordpläne gegen den Deutsch-Syrer Mamoun Darkazanli dementiert. Die Vorwürfe seien falsch, teilten US-Diplomaten bei einem Treffen in der amerikanischen Botschaft im Dezember mit. Ein CIA-Kommando, das Darkazanli töten sollte, habe es nicht gegeben. Damit reagierten die US-Behörden auf einen Bericht der Zeitschrift "Vanity Fair", in dem behauptet worden war, die CIA habe nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ein Killerkommando nach Hamburg entsandt, das Darkazanli überwacht habe. Gegenüber dem SPIEGEL sagte ein damals mit den Ermittlungen befasster CIA-Beamter: "Das wäre in einem Staat wie Deutschland absolut unmöglich gewesen." Allerdings erwog der amerikanische Geheimdienst zeitweilig, in Deutschland Entführungen von mutmaßlichen Qaida-Aktivisten durchzuführen. Dieses Vorgehen habe man auch bei dem Deutsch-Syrer diskutiert. "Es gab die Idee, heimliche Aktionen in Deutschland durchzuführen", so ein damals beteiligter CIA-Mann zum SPIEGEL. "Es ging um Zugriffe ohne Mitwissen der Deutschen, und Darkazanli war einer derjenigen, die auf dieser Liste standen." Der Plan stammte von der Europaabteilung in Langley. "Wir hatten Aktionen vor, die absolut illegal gewesen wären", erinnert sich ein CIA-Mitarbeiter. 25 Agenten seien nach dem 11. September 2001 in Deutschland konspirativ im Einsatz gewesen und hätten sich mit der islamistischen Szene in Hamburg und anderswo beschäftigt. Der Plan scheiterte unter anderem am Widerstand der in Deutschland stationierten Agenten. "Wir haben damals nein gesagt, weil wir der Meinung waren, dass man in einem befreundeten Land, in dem viele amerikanische Soldaten stationiert sind, so etwas nicht tun kann", so ein beteiligter CIA-Beamter. Ende Januar wird sich der Innenausschuss des Bundestags mit dem Thema befassen.