Hisbollah soll am Kokainhandel in Europa verdienen - DER SPIEGEL
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Hisbollah soll am Kokainhandel in Europa verdienen

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Die schiitische Hisbollah finanziert ihren Terror gegen Israel womöglich mit Drogengeschäften aus Europa. Für diesen Verdacht haben deutsche Fahnder jüngst bei Ermittlungen in der libanesischen Hauptstadt Beirut weitere Hinweise erhalten. Der Verdacht war erstmals aufgetaucht, als Zöllner im Mai 2008 am Frankfurter Flughafen im Gepäck von vier Libanesen rund 8,7 Millionen Euro Bargeld und eine weitere halbe Million Euro in der Wohnung eines Verdächtigen im rheinland-pfälzischen Speyer fanden. An dem Geld fanden sich Spuren von Kokain und Fingerabdrücke eines Niederländers mit dem Decknamen "Karlos", der schon seit Jahren immer wieder bei großen Kokainsicherstellungen in Deutschland aufgefallen war. Fahnder der gemeinsamen Finanzermittlungsgruppe von Zoll und Bundeskriminalamt verhafteten im Oktober 2009 zwei Angehörige eines aus dem Libanon stammenden Clans in Speyer. Familienmitglieder sollen regelmäßig hohe Millionenbeträge, die aus dem europäischen Kokainhandel stammen sollen, über den Frankfurter Flughafen nach Beirut geschmuggelt haben. Der dortige Empfänger des Geldes entstammt einer Familie, die Kontakte bis in höchste Kreise der Hisbollah und deren Chef Hassan Nasrallah pflegen soll. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass die beiden Verhafteten aus Speyer in einem Camp der "Partei Gottes" ausgebildet worden sein sollen. Ein enger Verwandter der Verdächtigen bestreitet jedoch die Vorwürfe.