Ehemalige Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul kritisiert ihren Nachfolger Niebel - DER SPIEGEL
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Ehemalige Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul kritisiert ihren Nachfolger Niebel

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Die ehemalige SPD-Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul greift ihren Amtsnachfolger Dirk Niebel (FDP) an, weil dieser die Einführung einer Steuer auf Finanztransaktionen ablehnt, die zusätzliches Geld zur Armutsbekämpfung einbringen würde. "Die Bundesregierung hat sich beim G-20-Gipfel von Pittsburgh im September eindeutig zu der Steuer bekannt", sagt Wieczorek-Zeul, zudem gebe es "breite internationale Unterstützung" für das Projekt. "Wer sich in dieser Situation drückt, versündigt sich." Ihrer Ansicht nach müsse der Finanzsektor "finanzielle Wiedergutmachung leisten", weil er "Billionen verbrannt und eine schwere Katastrophe für die Menschheit bewirkt" habe. Von der Bundesregierung verlangt die hessische Bundestagsabgeordnete, "sich wegen der FDP nicht zu blockieren", da für jede Dienstleistung eine Umsatzsteuer erhoben werde, nur im Finanzhandel sei das anders. "Wenn dies nicht aufgehoben würde, hätte die Bundesregierung nichts aus der Finanzkrise gelernt", so Wieczorek-Zeul.