Ex-Arbeitsminister Blüm plädiert für Änderung der Leiharbeitsgesetze - DER SPIEGEL
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Ex-Arbeitsminister Blüm plädiert für Änderung der Leiharbeitsgesetze

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Der ehemalige CDU-Arbeitsminister Norbert Blüm ist eine ungewöhnliche Allianz eingegangen. Gemeinsam mit der IG Metall setzt sich der Christdemokrat für eine Neuordnung der Leiharbeitsgesetze ein. Es sei gut, dass "der Missbrauch der Leiharbeit zur Lohndrückerei durch das Unternehmen Schlecker die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese besondere Form prekärer Beschäftigung richtet", schreibt Blüm in einem gemeinsamen Positionspapier mit IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild. Während die IG Metall versucht, die SPD von einer Gesetzesänderung zu überzeugen, soll Blüm diese Aufgabe bei der CDU übernehmen, die sich in weiten Teilen gegen Änderungen – insbesondere gegen die Einführung eines Mindestlohns – sperrt. Die Leiharbeit "benötigt Lohngrenzen nach unten", so Blüm. "Und die sollten von nicht korrumpierbaren, seriösen Gewerkschaften ausgehandelt werden, ohne Konkurrenzdruck durch willfährige Scheingewerkschaften." Unterdessen wächst die Zeitarbeitsbranche wieder. Während im Juli 2008 rund 823000 Leiharbeitsverhältnisse bestanden, stürzte dieser Wert im Zuge der Krise auf rund 580 000 im April 2009 ab. Seitdem steigt die Zahl stetig an. Im Oktober 2009 lag die Zahl der Leiharbeitsverhältnisse nur noch 145 000 unter dem Allzeithoch vom Juli 2008. Innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre rechnen die Zeitarbeitsverbände mit rund einer Million Leiharbeitsjobs.