Senat nach Verhandlungen von Hamburger Hafenlogistikern mit Iran unter Druck - DER SPIEGEL
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Senat nach Verhandlungen von Hamburger Hafenlogistikern mit Iran unter Druck

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Verhandlungen eines Hamburger Beratungsunternehmens mit dem iranischen Hafenbetreiber Tidewater setzen den Senat der Hansestadt unter Druck. Die Hamburg Port Consulting, eine 100-Prozent-Tochter der mehrheitlich stadteigenen Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), hat mit den Iranern "Gespräche über den Abschluss eines Vertrages zur Management-Unterstützung" vereinbart. Gegenstand eines solchen Abkommens, so die HHLA, "könnten die Beratung bei der Weiterentwicklung sowie dem Betrieb des Containerterminals im Hafen von Bandar Abbas und begleitende Trainingsmaßnahmen sein". Die Behörde für Wirtschaft und Arbeit wollte zu den unter anderem vom Zentralrat der Juden kritisierten Verhandlungen nicht Stellung nehmen – schließlich gebe es bislang nur eine Absichtserklärung. Die Behörde wird aber bald Farbe bekennen müssen. So wollte der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Thomas Böwer vorigen Freitag in einer kleinen Anfrage vom Senat wissen, ob die schwarz-grüne Regierung unter Ole von Beust (CDU) die Verhandlungen mit dem Unrechtsregime in Teheran billigt. Kurze Zeit später legte die HHLA eine "aktuelle Stellungnahme" nach: "Angesichts der hohen Sensibilität des Themas" werde man "eine zusätzliche Prüfung und Abstimmung des Verfahrens mit dem Bundeswirtschaftsministerium vornehmen".

Anmerkung der Redaktion: Offenbar auf Grund der Anfragen von SPIEGEL und dem SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Thomas Böwer gab die HHLA am späten Freitagabend eine Pressemitteilung heraus. Demnach hat sich "die HHLA-Tochter Hamburg Port Consulting entschieden, von einer Anbahnung von Geschäftsbeziehungen mit dem iranischen Unternehmen Tidewater Abstand zu nehmen".