Länder gegen Migrantenquote im Öffentlichen Dienst - DER SPIEGEL
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Länder gegen Migrantenquote im Öffentlichen Dienst

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Die Forderung der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer (CDU), deutlich mehr Migranten im Öffentlichen Dienst zu beschäftigen, stößt bei den Ländern auf Unverständnis. "Immer wenn einem nichts einfällt, fordert man eine Quote", kritisiert der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln Heinz Buschkowsky (SPD) diesen "Akt der Hilflosigkeit". In seinem Bezirksamt hätten zwar 40 Prozent der Auszubildenden einen Migrationshintergrund, aber "übernehmen werden wir dank des Berliner Einstellungsstopps wahrscheinlich keinen", erklärt Buschkowsky. Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Armin Laschet (CDU) hält Böhmers Vorstoß für "schlichtweg unrealistisch" angesichts des Personalabbaus und der wenigen Neueinstellungen. Zudem interessierten sich die Zugewanderten offenbar kaum für Jobs in der Verwaltung: "Nur 13 Prozent der Abiturienten haben einen Migrationshintergrund", sagt Laschet, "und wer es so weit geschafft hat, der will Karriere machen – aber nicht im Amt." In der Verwaltung des Stadtstaates Bremen ist der Anteil der Auszubildenden mit Migrationshintergrund sogar von 21 Prozent (2004) auf 16 Prozent (2009) gesunken. Der Senat hat deshalb eine Ausbildungskampagne gestartet, mit Broschüren auf Russisch und Türkisch. Laut Statistischem Bundesamt haben rund vier Prozent der Beamten in Deutschland einen Migrationshintergrund.