Späh-Angriff auf "Stern"-Büro in Shanghai
Das Shanghaier Büro des "Stern" wurde Opfer eines offenbar gezielten Späh-Angriffs. Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtet in seiner neuen Ausgabe, dass auf dem Mail-Account einer "Stern"-Mitarbeiterin in der chinesischen Metropole die Mail einer angeblichen Kollegin einging, die sich "Pam Bourdon" nannte und als angebliche "Stern"-Wirtschaftsredakteurin identifizierte. Die Mail habe sich schnell als Fake erwiesen, im Anhang sei allerdings ein Virus entdeckt worden, der von herkömmlichen Scannern nicht entdeckt werde und den betroffenen Rechner wohl von außen fernsteuerbar mache, schreibt der SPIEGEL. Die Mail-Attacke sei "sehr gut gemacht", sagt "Stern"-Chefredakteur Thomas Osterkorn, "weshalb die Annahme naheliegt, dass eine professionelle oder staatliche Stelle dahintersteckt". Der Verdacht wird noch durch die Tatsache bestärkt, schreibt der SPIEGEL, dass eine "Pam Bourdon" schon früher mit vergleichbaren Versuchen bei anderen internationalen Medien in China aufgefallen war.