Bundespräsident Köhler prüft Gnadengesuch der Ex-RAF-Terroristin Hogefeld - DER SPIEGEL
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Bundespräsident Köhler prüft Gnadengesuch der Ex-RAF-Terroristin Hogefeld

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Bundespräsident Horst Köhler ist erneut mit dem Gnadengesuch der früheren RAFTerroristin Birgit Hogefeld, 53, beschäftigt. Man bereite eine Entscheidung vor, heißt es aus dem Präsidialamt. Hogefeld hatte wegen mehrfachen Mordes und anderer Straftaten lebenslänglich bekommen. 1993 war sie in Bad Kleinen festgenommen, 1996 verurteilt worden. Mitte August 2009 wurde die in Frankfurt am Main inhaftierte Ex-Terroristin in den offenen Vollzug verlegt. In der Haft hat sie sich von der RAF scharf distanziert, allerdings nie ihr Wissen über zahlreiche Verbrechen der RAF preisgegeben. Sie schloss an der Fernuniversität Hagen ein Literaturstudium ab und geht inzwischen einer Arbeit nach. 2007 war Köhler ihrer Bitte um Gnade nicht gefolgt, hatte das Ersuchen jedoch nicht endgültig abgelehnt – wie er es im Fall des Ex-Terroristen Christian Klar getan hatte. Das Präsidialamt erklärte damals: "Der Bundespräsident sieht sich nicht in der Lage, dem Gnadengesuch von Frau Hogefeld zu entsprechen … Der Bundespräsident wird jedoch zu gegebener Zeit erneut von Amts wegen über das Gesuch befinden." Die Entscheidung, ob Hogefeld begnadigt werde, sei allerdings noch nicht gefallen, so das Präsidialamt.