Streit um Personalentscheidungen im Entwicklungshilfeministerium
Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) muss sich scharfer Kritik aus dem eigenen Hause erwehren. In einem Schreiben vom 11. Januar kritisiert der Personalrat, dass Schlüsselpositionen im Ministerium von der Leitung "zunehmend handverlesen extern besetzt werden", während die Leistungsfähigkeit der eigenen Mitarbeiter "unterschätzt" und "Entwicklungsperspektiven für hoch qualifizierte BMZ-Mitarbeiter/innen blockiert" würden. Dabei sei bei nunmehr zehn externen Besetzungen in wenigen Wochen "die Grenze erreicht". Niebel und sein Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz (FDP) hätten bislang kein Gesamtkonzept für die Personalentwicklung vorgelegt und stattdessen auf eigene Faust Parteileute ins Ministerium geholt eine "Salamitaktik", die der Personalrat künftig "nicht mehr akzeptieren" könne. In Zukunft werde man "darauf bestehen", dass die Ministeriumsleitung die Notwendigkeit externer Einstellungen nachweist und die Stellenbesetzungen nach Leistungskriterien erfolgen, damit die "Bestenauslese keine Floskel bleibt".