Probleme beim Erstflug - DER SPIEGEL
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Probleme beim Erstflug

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der mit Spannung erwartete Erstflug des Airbus-Militärtransporters A400M am 11. Dezember vergangenen Jahres verlief offenbar doch nicht so reibungslos wie bislang angenommen. Noch kurz nach der Landung hatten Mitglieder der sechsköpfigen Besatzung versichert, alle Geräte an Bord hätten einwandfrei funktioniert. Nach vertraulichen Unterlagen des Triebwerkherstellers Europrop stimmt das aber nur zum Teil. Wie aus den Dokumenten hervorgeht, tauchte bei einem der Steuerungscomputer für die Antriebe nach gut einer halben Stunde Flugzeit ein Ausfall auf. Das Ersatzsystem bekam daraufhin nur noch unzureichende Daten über die Stellung der Schubhebel, so dass eines der vier Triebwerke aus Sicherheitsgründen automatisch in den Leerlauf versetzt wurde. Durch ein Abstellen und Wiederanlassen in der Luft hätten die Piloten zwar versuchen können, das Problem zu beheben. Doch das erschien ihnen offenbar zu riskant, da sie bei einem Scheitern mit einem stillstehenden Propeller gelandet wären. Nach der Rückkehr wurde umgehend ein neues Regelungsmodul für das betroffene Triebwerk beschafft. Eine Airbus- Sprecherin erklärt, dass die Flugsicherheit durch den Aussetzer zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sei. "Dass bei Flugerprobungen solche unerwarteten Vorfälle auftreten, ist völlig normal", betont sie. Inzwischen sei das Problem behoben.