Schily schließt Zuwanderungsgesetz nicht mehr aus
Innenminister Otto Schily schließt nach dem jüngsten Vorstoß von Bundeskanzler Schröder zu einer Arbeitserlaubnis für Computer-Spezialisten nun auch ein Zuwanderungsgesetz nicht mehr aus. Schily kann sich vorstellen, schreibt das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe, dass eine eigene Behörde eingerichtet wird, die den "konkreten Bedarf einzelner Betriebe" ermittelt. Allerdings müssten die ins Land geholten qualifizierten Arbeitskräfte mit anderen Einwanderergruppen wie Flüchtlinge oder Asylbewerber "austariert" werden.
Der "Green-Card"-Vorschlag von Kanzler Schröder geht Schily dagegen nicht weit genug. Schily fordert laut SPIEGEL, den ausländischen Spitzenkräften neben einer Arbeitsgenehmigung auch eine längerfristige Bleibeoption zu ermöglichen: "Es muss eine dauerhafte Regelung gefunden werden." Eine Kurzzeit-Aufenthaltsberechtigung sei mit den USA nicht konkurrenzfähig: "So drängen wir die Leute nach Amerika."