Interner Bericht des Finanzministeriums fordert tiefgreifende Reformen zur Stabilisierung des Euro
Zur Stabilisierung des schwächelnden Euro fordern Beamte des Bundesfinanzministeriums tiefgreifende Reformen. Um den weiteren Kursverfall der europäischen Gemeinschaftswährung aufzuhalten, "sind strukturelle Reformen auf den Arbeitsmärkten und Produktmärkten erforderlich", zitiert das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL aus einem siebenseitigen Vermerk der Beamten für Finanzminister Hans Eichel.
Als konkrete Maßnahmen schlagen sie dem Bericht zufolge "Lohndifferenzierung, Flexibilisierung der Arbeitszeit, Verbesserung der Ausbildungsqualität", aber auch die "Aufhebung von Wettbewerbsschranken" vor. Es bestehe "Handlungsbedarf der Politik in der Euro-Zone". Wegen der kräftigen konjunkturellen Erholung seien die Voraussetzungen für die Umsetzung der Reformen derzeit günstig, schreiben die Experten. "Europa muss für Anlagen in Realkapital und für Finanzanlagen attraktiver werden", fordern sie.